Abou Chleih

{the magic lies between the brackets}

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Kategorie: Hardware

Windows 10 – DVD Laufwerk wird nicht erkannt

Eigentlich braucht man – oder zumindest ich – kein DVD Laufwerk mehr. Da ich aber noch eines in einer verstaubten Schachtel fand und es nicht entsorgen wollte, ist es direkt in meinen PC gewandert.
Leider wurde das Gerät nicht von Windows erkannt.
„Alles klar“, dachte ich. Führe ich eben im Geräte-Manager eine manuelle Suche durch. Gesagt, getan – keine Änderung.
Anschließend überprüfte ich alle Kabel und Anschlüsse. Auch hier war es korrekt angeschlossen, ebenso wird es im UEFI System Browser meines Motherboards erkannt.

Das Problem liegt also bei Windows. Und da es schon einige Personen mit ähnlichen Problemen gibt, dachte sich Microsoft wohl, dass ein Support Eintrag angebracht ist.

Diesen arbeitete ich ab, jedoch funktionierte bei mir nur Resolution 5 des Eintrags.

Also wie löste ich das Problem? 

Wir gehen in die Registry per Registry Editor (Win+R und regedit) und navigieren zum Pfad HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\atapi.
Hier erstellen wir einen neuen Schlüssel (Ordner) Controller0 (ist eine Null) per Rechtsklick auf den Schlüssel atapi.
Anschließend navigieren wir in den Schlüssel und erstellen dort ein DWort mit 32-bit Länge:
Name: EnumDevice1
Wert: 1

Schlussendlich starten wir den Rechner einmal neu, das Laufwerk wird dann ordnungsgemäß erkannt.

Intel I218-LM Treiber für Windows PE in Enteo DSM (HP 840 G2)

Windows 8 ist in den meisten Betrieben noch nicht sehr verbreitet. Ultrabooks werden dennoch meist mit diesem OS und bald auch mit Windows 10 ausgeliefert.
Um einen neuen Rechner in Enteo DSM zu betanken, importiert man alle Treiber vom Laptop (hier: HP Ultrabook 840 G2) in die Enteo DSM Umgebung.
Es werden automatisch die aktuellen Treiber als Driver Package erstellt.
Leider gibt es hier einige Probleme mit der Boot Environment, welche auf WinPE 3.x und 4.x basiert.
Die Treiber sind nicht kompatibel und so können entsprechende Pakete von der Boot Environment nicht mehr aus dem Netzwerk geladen werden.
Auf der Suche nach den passenden Treibern, findet man viele User mit gleichen Problemen, allerdings sind die dortig verlinkten Websites meist nicht mehr verfügbar.
Die Lösung für WinPE 3.0 x64 ist hier wie folgt:

Für x32 Boot Environments sollte man einfach in den x64 durch x32 ersetzen, das sollte dann ebenso funktionieren!

Die passenden Treiber bekommt man in einer Intel I218-LM Treibersammlung von Intel.
Hier entpackt man zuerst das Paket und navigiert in den Ordner PRO1000\Winx64\NDIS63. Dort findet man nun eine Sammlung versch. Treiber für die Netzwerkkarten.
Anhand der .inf-Dateien kann man den passenden Treiber finden. Im Fall des HP 840 G2 Ultrabooks lautet die ID der NIC VEN_8086&DEV_15A2&SUBSYS_2216103C.
Der wichtige Teil ist hier die DEV-ID, also die 15A2.
In den .inf-Dateien finden wir nun versch. IDs und suchen nach folgendem Part:

%E15A2NC.DeviceDesc% = E15A2.6.2.1, PCI\VEN_8086&DEV_15A2
%E15A2NC.DeviceDesc% = E15A2.6.2.1, PCI\VEN_8086&DEV_15A2&SUBSYS_00008086
%E15A2NC.DeviceDesc% = E15A2.6.2.1, PCI\VEN_8086&DEV_15A2&SUBSYS_00011179

Quelle: e1d63x64.inf

Wie die Quelle vermuten lässt, ist die Datei die e1d63x64.inf. Nun haben wir den passenden Treiber.
Da Enteo bereits ein passendes Driver Package erstellt hat, legen wir eine neue Revision dessen an und löschen die alten Treiber aus Extern$/drv/{XY…..-….-….-ABCD}.
Nun kopieren wir den Treiber in den Ordner.
Anschließend müssen wir noch die projconf.inf anpassen, welche in Extern$/drv/ liegt. Enteo beschreibt hier die benötigten Treiber. Die Werte passen aber nicht mehr!

;Please do not edit anything manually in this luxurious file.

[Version]
Signature=“$Windows NT$“

[Hardware IDs]
PCI\VEN_8086&DEV_15A2&SUBSYS_2216103C

[PCI\VEN_8086&DEV_15A2&SUBSYS_2216103C]
File=drv\{XY….-…-…-ABCD}\e1d63x64.inf
Friendly=“Intel(R) Ethernet Connection (3) I218-LM“

Nun das Paket neu distributen, in die Boot Environment aufnehmen und verteilen lassen. Der Treiber wird dann automatisch von Enteo geladen.

Migration von bestehender Check_MK Installation auf OMD

Da die Repositories von Debian nicht die aktuelle Version von Check_MK beinhalten, aber nur diese die Funktion besitzt SNMP Traps zu empfangen und auswerten, musste ich einen Server von einer manuellen Installation auf die OMD Installation umstellen und bestehende Daten migrieren.
Die Migration ist eigentlich sehr einfach.
Man nimmt die Daten aus dem Verzeichnis /etc/check_mk/ des alten Servers und kopiert diese auf den neuen in den Ordner /opt/omd/sites/{SITE}/etc/check_mk.
Danach überprüft man die Rechte und weist als Eigentümer (rekursiv) den Sitenamen {SITE} zu.
Danach sollten die Daten für das System beschreibbar sein.

Nun kann man sich einloggen, wird aber kurz darauf feststellen, dass die Rechte nicht stimmen. So ist der omdadmin bzw. sind die bestehenden User zwar existent, aber nicht in den richtigen Gruppen.
Also gehen wir in das Verzeichnis /opt/omd/sites/monitor/etc/check_mk, öffnet die Datei multisite.mk und fügt in der Zeile admin_users = [ ... ] den Punkt ,"omdadmin" zu.
Nun kann man die bestehenden User anpassen und die Rechte zuweisen.

Fertig! Die groben Einstellungen sind nun importiert. Dienste oder Spezialabfragen über Plugins müssen allerdings, falls versch. Nagios Versionen, neu geschrieben/installiert werden.

Pluginsverzeichnis für Check_MK ist /usr/lib/nagios/plugins. Die eigenen Plugins in diesem Verzeichnis müssen nun in das Verzeichnis von OMD kopiert werden /opt/omd/versions/1.20/lib/nagios/plugins.

Nun muss man noch die Rulesets in Check_MK entsprechend den neuen Verzeichnissen anpassen bspw.:

bash /usr/lib/nagios/plugins/my_Check_bla -H $HOSTADDRESS$ -C public -v 2c -t raid -w 90 -c 95

bash /opt/omd/versions/1.20/lib/nagios/plugins/my_Check_bla -H $HOSTADDRESS$ -C public -v 2c -t raid -w 90 -c 95

Nun sollte der Server wie gewohnt funktionieren.

Falls nicht, liegt es daran, dass der Server die alten, gecacheden Daten als valide ansieht und die neuen, da evtl. neuer Syntax, als invalide.
Beheben lässt es sich, indem man die Hosts neu prüfen lässt:

omd$mysite: check_mk -u
omd$mysite: check_mk -I {host}
omd$mysite: check_mk -v {host}

{host} ist optional, sollte das Argument nicht genannt werden, so wird der Task auf alle Hosts ausgeführt.

Natürlich müssen noch eventuell Freigaben bezüglich der Domänennamen oder IPs berücksichtigt werden. Bspw. SNMP Freigabe nur auf IP x.

Lumia Cyan Update (Windows Phone 8.1) auf dem Lumia 520 installieren

Vor einigen Tagen wurde der Status des Cyan Updates für das Lumia 520 auf der Nokia Seite auf „Avaliable“ geändert und sollte somit den Nutzern zur Verfügung stehen.
Die bisherigen Updates, auch die der Developer Preview wurden über das Windows Phone eigene Updatemenü installiert.
Allerdings fand das Lumia dieses Cyan Update einfach nicht – zumindest nicht als OTA.
Im Netz ist dieses Problem kaum beschrieben. Da aber die Versionen in Mitteleuropa alle die gleichen sind und das Update in anderen Ländern wohl ohne Probleme ausgerollt wurde, muss es entweder etwas mit dem deutschen Server zu tun haben, oder mit meinem Smartphone.
Wie bekomme ich also das Update auf mein Lumia?
Microsoft hat das sogenannte Nokia Software Recovery Tool still und heimlich veröffentlicht.
Mit diesem Tool kann man das Update dann aufspielen, aber ACHTUNG! Es werden alle Daten auf dem Gerät gelöscht. Deshalb vorher ein Backup über die Windows Phone eigene Backup-Funktion ausführen. Dieses kann man dann nach der Installation einspielen.
1. Nokia Software Recovery Tool (NSRT) herunterladen und installieren.
2. Lumia 520 mit dem Rechner über ein microUSB Kabel verbinden
3. Das NSRT starten, es erkennt dann automatisch das angeschlossene Gerät und sucht das aktuellste Update für dieses.

Nokia Software Recovery Tool Update found
4. Das Gerät muss  über mindestens 1,7GB freien Speicher verfügen (lokal, nicht auf der SD Karte)

Anschließend einfach den Anweisungen folgen. Das Update ist 1,56GB groß, d.h. der Download kann je nach Downloadgeschwindigkeit dauern.

Danach kann man das Handy neu einrichten, solltet ihr das Backup getätigt haben, so wird euch dieses bei der Ersteinrichtung angezeigt und ihr könnt es zurückspielen.

Das war’s, nun habt ihr das Lumia Cyan Update auf eurem Lumia 520.

Lumia_Cyan_520

[Erfahrungsbericht] Metawatch Frame im Test mit dem Google Nexus 5

Da der Trend mit den Wearables ja gerade richtig anfängt, habe ich mir gedacht, ich schaue mich einmal nach einer sogenannten SmartWatch um.
Viele Namen fielen dort auf: G Watch, Moto 360, Pebble. Alle im Preisrahmen von 200€. Zuviel für einen Einstieg in die Materie und für Geräte, die ich vielleicht gar nicht richtig nutzen kann oder will.
Nach ein bisschen Recherche fand ich dann die MetaWatch, welche es in zwei Auführungen gibt: Strata und Frame.
Ich entschied mich für die edlere Frame aus Aluminium mit schwarzem Lederarband für ca. 85€.
In den letzten Tagen testete ich die Uhr.

Unboxing:

Also bestellt und ausgepackt. Die Uhr ist schlicht in der Hülle gehalten. Als Zusatz gibt es einen Ladeclip (darauf komme ich später zurück) und ein microUSB-Kabel.
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Daraufhin also das Kabel in den Ladeclip und an ein USB-Ladegerät hängen (nicht im Lieferumfang) und die Uhr voll laden lassen (brauch ca. 2-3 Stunden).
Da fällt schon der erste Makel auf. Der Clip bzw. der Anschluss an der Uhr sind etwas fummelig und es braucht einen Augenblick, bis die Uhr dann lädt.

Inbetriebnahme:

Währenddessen erstmal die App im PlayStore heruntergeladen.
Es gibt auch eine Community-Version der Software. Allerdings lief diese bei mir alles andere als zufriedenstellend, die Wetter Funktion ist nicht funktional, einige Screens laden sehr langsam, die Notifications erscheinen teilweise nicht und es erscheint ein Störbild.
Die Uhr blieb einige Male sogar hängen und musste hart zurückgesetzt werden. So habe ich die Community Version deinstalliert und die Uhr zurückgesetzt. (Mitte links und Mitte rechts gedrückt halten und dann an das Ladegerät hängen). Sollte man die Uhr nicht zurücksetzen, so ist das Layout komplett gestört und die Uhr funktioniert nicht.

Danach habe ich die Uhr mit der originalen Software genutzt und diese mit dem Handy verbunden.
Anschließend kann man die vier Bildschirme frei mit den zur Verfügung gestellten Widgets bestücken:

  • Uhr
  • Wetter
  • Kalender
  • Facebook
  • Aktien
  • Unread GMail
  • Batteriestatus
  • Gelaufen Schritte
  • Twitter

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Die Widgets können in verschiedenen Größen (siehe Bild 1 und 2) hinzugefügt werden, allerdings stehen nicht alle in allen Größen zur Verfügung.
Nach der Konfiguration der Widgets kann man diese noch genauer einstellen, bspw. der Ort des WetterWidgets und die Updatehäufigkeit (siehe Bild 3)
In der Einstellungen kann man noch einstellen, über welche Dinge man informiert werden möchte und seinen Facebook bzw. Twitter Account verbinden (wird für das Widget benötigt), etc. (siehe Bilder 4 und 5).
Im MetaFilter-Menü kann man noch einstellen, von welchen Apps man Notifications erhalten möchte.

Nutzung:

Die Uhr macht am Arm eine ganz gute Figur im Vergleich zu anderen SmartWatches auf dem Markt. Dies hat sie vor allem ihrem Alu-Look und den gebürsteten Knöpfen zu verdanken.
Aber der Look ist eben Geschmackssache.
Grundsätzlich habe ich den ersten Bildschirm die Uhr als Vollscreen-Widget gebunden. So erfüllt die Uhr auch ihren wirklichen Zweck. (1)
Da Display ist glänzend und spiegelnd, was wohl an dem pixel reflective mirror LCD liegt.
Anfänglich dachte ich, dass das Display eine der Schwachenstellen des Gerätes ist. Das Display spiegelt nämlich stark, wenn man es im Licht hin- und herschwenkt.
Am Arm ist dies aber kein wirkliches Problem. Im Dunkeln kann man die Uhr lesen, indem man die LED aktiviert (Button Rechts oben).

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Nun zu den smarten Gimmicks des Gerätes. Über den Knopf (Mitte links) lässt sich das Musik-Menü aufrufen. Hier wird das gerade gespielte Lied angezeigt. Man kann die Lautstärke ändern und zum nächsten Lied springen, aber auch das Lied pausieren und weiter spielen lassen. (2)

Über den Knopf unten links lässt sich das Infomenü auswählen, hier lässt sich der Status der Uhr abrufen, also Akkustand, Bluetooth, Verbindung zum Handy und Hardware, sowie Firmwareversion ablesen. (3)

Sollte eine Notification eingehen, so vibriert die Uhr und zeigt diese auf dem Display an (4). Nach diesem Muster werden alle Notifications für Apps angezeigt, welche man im MetaFilter gesetzt hat.
Die Facebook-Option, welche man noch setzen kann (siehe Punkt „Inbetriebnahme“) zeigt dann zusätzlich noch Benachrichtigungen an (5).

Im letzten Bild sieht man das Kalender-Widget im Vollscreen-Modus.

Die Akkulaufzeit beträgt geschätzt vier bis fünf Tage, danach muss die Uhr wieder an die Ladestation.

Fazit

Für diesen Preis erfüllt die Uhr genau das, was sie soll. Allerdings ist die App in den Widgets beschränkt und es gibt keine explizite Funktion, um bspw. WhatsApp-Nachrichten anzeigen zu lassen. Auch ist das Display, obwohl es mich nicht wirklich stört, nicht die beste Wahl für eine Uhr, welche in allen Bedingungen gut ablesbar sein soll.
Auch ist die Uhr nicht sonderlich verbreitet. Die Community-Edition wurde zuletzt 2012 aktualisiert. Auch das Forum von MetaWatch ist nicht gerade stark frequentiert.
Die App für Android wurde zuletzt im Juni 2014 aktualisiert, allerdings nur für „minor bug fixes“. Erhofft man sich also in der Zukunft mehr Funktionen, so rate ich zu einer anderen Uhr.
Ansonsten ist die Uhr für diesen Preis gut. Über das Display und den fummeligen Ladeanschluss kann man hinwegsehen.
Und wer sich mit diesen Funktionen zufrieden gibt, wird sich mit dieser Uhr anfreunden können.

© 2018 Abou Chleih. Alle Rechte vorbehalten.

Thema von Anders Norén.